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Eine kurze Geschichte der Initiative

Am Anfang stand der Bericht der Enquete-Kommission des Bundestages zur „Zukunft des bürgerschaftlichen Engagements“.

Das bürgerschaftliche Engagement in Deutschland verdient Anerkennung und Unterstützung. Darum setzte der Deutsche Bundestag die Enquete-Kommission „Zukunft des Bürgerschaftlichen Engagements“ ein, die am 14. Dezember 1999 ihre Arbeit aufnahm. Zweieinhalb Jahre lang berieten Politiker, Wissenschaftler und Experten aus der Praxis, wie man das Bürgerengagement besser fördern kann. Die Ergebnisse flossen in einen 850 Seiten starken Abschlussbericht, den der Kommissionsvorsitzende Dr. Michael Bürsch – ein Gründungsmitglied der Initiative „für mich. für uns. für alle.“ – im Juni 2002 der Öffentlichkeit vorstellte. Dieser Bericht – eine vollständige Bestandsaufnahme der Freiwilligenarbeit in Deutschland – sollte nicht ungelesen in den Schubladen verschwinden. Aus diesem Grund suchten die Mitglieder des Ausschusses einen Weg, ihre Arbeit zu verstetigen. Die Erkenntnisse aus der Untersuchung sollten in eine Initiative zur Förderung des Bürgerengagements einfließen. 

Einige zentrale Empfehlungen der Enquete-Kommission

  • Gestaltung bürgerorientierter Verwaltungen und von bürgerorientiertem Verwaltungshandeln
  • Schaffung von mehr Beteiligungs- und Mitgestaltungsmöglichkeiten auf allen Ebenen
  • Weiterentwicklung von Netzwerken auf Bundes-, Länder- und kommunaler Ebene
  • Unternehmen als Akteure in der Bürgergesellschaft stärken („Corporate Citizenship“)
  • Reform des steuerlichen Gemeinnützigkeits- und Spendenrechts
  • Verbesserter Schutz und Nachteilsausgleich bürgerschaftlich Engagierter durch angemessenen Versicherungsschutz
  • Erweiterung des Wissens über bürgerschaftliches Engagement sowie
    Verstetigung bürgerschaftlichen Engagements (z. B. durch Einrichtung einer Kommission beim Bundestag)
  • Die Anerkennungskultur stärken: anerkennen, wertschätzen und für das Engagement qualifizieren

Die Abgeordneten fanden in den kommunalen Spitzenverbänden und den Sparkassen erfahrene und engagierte Partner in Fragen des Ehrenamtes. Im März 2003 unterschrieben Abgeordnete des Bundestages gemeinsam mit Vertretern der Sparkassen, des Deutschen Städtetages, des Deutschen Landkreistages und des Deutschen Städte- und Gemeindebundes eine Absichtserklärung zur Förderung des Bürgerengagements in Deutschland. Die Initiative „für mich. für uns. für alle.“ war geboren.

Das neue Bündnis für Bürgerengagement wurde schnell mit Leben gefüllt: Bereits im Dezember 2003 zeichnete Bundesfamilienministerin Renate Schmidt im Rahmen der Jahresabschlussveranstaltung 2003 in Berlin die Sieger des ersten Wettbewerbs um den Deutschen Bürgerpreis aus. 212 Engagierte und Projekte aus ganz Deutschland hatten sich innerhalb weniger Wochen für den Wettbewerb angemeldet.

2012 feierte die Initiative "für mich. für uns. für alle." ihr 10jähriges Jubiläum. Inzwischen haben Bundestagsabgeordnete, Städte, Landkreise, Gemeinden und Sparkassen in über 80 Kommunen eine lokale Initiative gegründet. Damit haben Engagierte in immer mehr Orten Deutschlands einen starken Partner an ihrer Seite.