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Deutscher Bürgerpreis

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Wolle, Wiwi und Wawa auf der Suche nach Wuwu

Preisträger Publikumspreis

Gelungene Inklusion: Mit drei Kuscheltieren auf Abenteuerreise

In dem Kinderbuch „Wolle, Wiwi und Wawa auf der Suche nach Wuwu“ begeben sich drei Kuscheltiere auf eine Reise voller Abenteuer. Mindestens ebenso abenteuerlich ist, was Kinder und Jugendliche der Elisabethschule aus der Buchvorlage der Autorin Nicole Matthes gemacht haben. Denn die Schüler mit geistiger und/oder körperlicher Behinderung haben nicht nur das Buch illustriert – und so den Figuren ein Gesicht gegeben. Mithilfe ihrer Lehrer und Erzieher haben sie ein einzigartiges inklusives Projekt mit Buch, Hörbuch und Musical ins Leben gerufen. Zunächst einmal malten sie Bilder der Figuren und überlegten sich Details wie Wohnort, Hobbys oder Eigenheiten. So entstanden die Figuren und Kulissenelemente für das Kinderbuch.

Danach entstand eine Hörbuchfassung. Davon inspiriert folgte unter der Leitung von Nicole Matthes und der Erzieherin Alice Alshut auch ein Musical. Schließlich waren für die Hörbuchfassung bereits der Titelsong und andere Stücke produziert worden. Neben 80 Schülern der Elisabethschule und zwei weiterer Schulen waren zahlreiche Lehrkräfte und Mitarbeiter beteiligt. Sie arbeiteten ehrenamtlich bei der Umsetzung und den Aufführungen mit. Hinzu kamen viele Musiker. Sie komponierten und spielten die Musik für das Hörbuch ein. Bei der Uraufführung des Musicals Ende Juni 2015 traten sie ebenfalls auf. Die ersten drei Vorstellungen waren mit insgesamt 1.200 Zuschauern komplett ausverkauft.

Die ehrenamtlich Engagierten brachten das Kinderbuch im Eigenverlag heraus – inklusive Satz, Layout und Marketing. Sie halfen den Kindern bei der Herstellung der Handpuppen und anderer Teile des Buches. Sie organisierten Spenden und klärten juristische Fragen. Sie erstellten das Drehbuch für das Musical und koordinierten die Proben. Sie führten Regie. Und: Sie begleiteten die Kinder bei all ihren Herausforderungen. Die Kinder wiederum profitierten auf vielfache Weise von diesem Projekt. Vor allem gewannen sie aber an Selbstvertrauen.

nachweislich an Selbstvertrauen gewonnen. Schüler anderer beteiligter Schulen, aber auch Erwachsene haben Berührungsängste gegenüber Menschen mit geistiger und/oder körperlicher Behinderung abgebaut. Sie alle sind als Gruppe zusammengewachsen und haben auch schon neue Pläne.