Glinde gegen rechts

Aktiv gegen Fremdenfeindlichkeit

Rechtes Gedankengut ist mit Vielfalt und bunter Lebenskultur nicht zu vereinigen. Umso wichtiger, dass sich in ganz Deutschland immer wieder Menschen zusammenfinden, um aufkommenden Rechtsextremismus zurückzudrängen und Werte wie Toleranz, Akzeptanz und Austausch zu schützen. So geschehen auch im schleswig-holsteinischen Glinde: Hier versammelten sich im Herbst 2011 Bürgerinnen und Bürger zu spontanen Demonstrationen anlässlich der Eröffnung eines in der rechten Szene beliebten Bekleidungsgeschäfts. Es sollte die erste von inzwischen mehr als 800 Mahnwachen sein – und der Ursprung der Bürgerinitiative „Glinde gegen rechts“.

Weitere Aktionen umfassen Unterschriftensammlungen, Lesungen, Fußballturniere „Kicken gegen rechts“ oder auch die Musikveranstaltung „Rock gegen rechts“. Hinzu kommen Großdemonstrationen und Diskussionsveranstaltungen, die für die Codes und Symbole des Rechtsextremismus sensibilisieren sollen. Darüber hinaus unterstützt sie die Islamische Gemeinde Glinde bei der humanitären Hilfe für Flüchtlinge aus Lampedusa. Aus dieser Zusammenarbeit gingen weitere gemeinsame Aktivitäten und Diskussionen hervor. Die Stadt Glinde ist inzwischen stolz auf „ihre“ Bürgerinitiative und zieht mit – gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus.

Die Initiative „Glinde gegen rechts“ sei ein mutiges und langfristiges Statement mit hoher Vorbildfunktion in Zeiten eines zunehmend europaweiten Rechtsextremismus, so die Jury des Deutschen Bürgerpreises. Auch die Zusammenarbeit mit der Islamischen Gemeinde Glinde stelle ein starkes Signal im Sinne einer gemeinschaftlichen Zukunft dar.