Offenes Haus - Offenes Herz

Bestens integriert

Wie lässt sich aus einem Nebeneinander von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund ein engagiertes Miteinander aller machen? Diese Frage stellten sich im bayerischen Markt Schwaben mehrere Mütter, deren Kinder mit Kindern von Asylbewerbern zur Schule gehen. Die engagierten Frauen nahmen Kontakt zu den Familien auf und boten kostenlose Betreuungsnachmittage bei deutschen Familien. Nach und nach entstanden Kontakte auch zwischen den deutschen und ausländischen Eltern. Hieraus hat sich die Initiative „Offenes Haus – Offenes Herz“ entwickelt. Das Musterbeispiel für gelebte Integration vor Ort bringt Familien zusammen, die gemeinsam mit Lehrkräften der örtlichen Schulen regelmäßig zugewanderte Schüler und deren Familien betreuen.

Heute bietet die Initiative Unterstützung für alle zugewanderten Familien an. Mütter von Grundschulkindern betreuen Kinder mit Migrationshintergrund in deren Zuhause einen Nachmittag pro Woche. Sie erledigen gemeinsam die Hausaufgaben, üben die deutsche Sprache und spielen miteinander. Einmal im Monat findet ein „Internationaler Frauentreff“ statt, bei dem gekocht und geredet wird. Die Initiative legt großen Wert auf Gemeinsamkeit und Miteinander, auch an Aktionen der Gemeinde beteiligt sie sich. Rund 150 Kinder nahmen seit 2001 an der Familienbetreuung teil.