Die Initiative „für mich. für uns. für alle.”
fördert ehrenamtliches Engagement in Deutschland

Deutscher Bürgerpreis

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Wir versilbern das Netz!

Nicht jammern, sondern machen

Frau Hirche, warum setzt sich Ihr Verein Wege aus der Einsamkeit e.V. ehrenamtlich für die ältere Generation ein?

Dagmar Hirche: Viel zu viele Menschen, gerade die älteren, sind einsam. Das Ende ihrer beruflichen Tätigkeit, der Verlust eines Lebenspartners oder die heutzutage viel lockereren familiären Bindungen führen dazu, dass sie oftmals nicht mehr richtig am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Manche haben auch finanzielle Probleme oder körperliche Gebrechen. Vieles lässt sich nicht so einfach ändern. Aber gegen die Vereinsamung wollten wir etwas tun. Denn wir haben verstanden, dass die neue Art zu kommunizieren, ein wesentlicher Faktor dafür ist, gesellschaftlich integriert zu sein. Wer sich online bewegt, der ist auch im Kontakt mit anderen Menschen.

Wie genau gehen Sie vor?

Dagmar Hirche: Die Mitglieder unseres Vereins unterrichten Frauen und Männer ab dem 65. Lebensjahr im Umgang mit SmartPhones und Tablets. Dafür veranstalten wir Seminare. Sie finden einmalig drei Stunden lang in kleinen Gruppen statt. Danach sind die Teilnehmer fit und unabhängig im Umgang mit den modernen Medien.

Sind Sie damit erfolgreich?

Dagmar Hirche: Allerdings! Und zwar erfolgreich im doppelten Sinn. Zum einen stehen die Seniorinnen und Senioren Schlange, um an unseren Seminaren teilnehmen zu können. Zum anderen sehen wir, dass es funktioniert: Oft bekommen wir das Feedback von ihnen, dass sie nun wieder einen viel intensiveren Kontakt zu ihren Familien oder Verwandten haben. Und: Viele von ihnen treffen sich später auch noch, um ihre digitalen Kenntnisse weiter zu vertiefen. Gemeinsam.

Dagmar Hirche - Vorsitzende des Vereins Wege aus der Einsamkeit e. V.