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Deutscher Bürgerpreis

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Claus Oellerking

Kultur ohne Grenzen

Schwerin

Mein Moment war am 30. April während des ersten „Tanz der Kulturen“ in unserer Stadt. Wir von der Schweriner Flüchtlingshilfe hatten zu dieser multikulturellen Feier eingeladen. Zehn Bands und Musiker aus mehreren Ländern traten auf dem Marktplatz auf. Country-Musik, Percussion, alles war dabei. 700 Gäste haben zur Musik gefeiert, getanzt und gelacht. Ganz friedlich. Es war einfach eine tolle Stimmung. Einer der Musiker war ein junger Deutscher syrischer Herkunft, ein Achtklässler. Er hat ein sehr bewegendes Lied zu der schwierigen Situation der Kinder in seiner Heimat gerappt. Schon bei den ersten Zeilen habe ich Gänsehaut bekommen. Nicht nur ich, alle waren tief bewegt. Aber nicht nur dieser Moment, der ganze Abend war ein unglaubliches Erlebnis. Und das Schöne ist, dass wir mit dem Erlös Musikinstrumente kaufen konnten. Die haben wir dem Musikunterricht für Geflüchtete zur Verfügung gestellt.

Claus Oellerking ist freiberuflicher Coach. Vor einem Jahr gründete er mit 25 anderen Bürgerinnen und Bürgern seiner Heimatstadt die Flüchtlingshilfe Schwerin.

Liedtext

Du kannst froh sein, dass du ein Haus hast, dass du eine Familie hast, die auf dich aufpasst
– du kannst froh sein, dass hier keine toten Kinder liegen – keine Bomben fallen und keine Menschen fliehen
– so wie in Syrien – läuft es ganz anders –
Kinder sind traumatisiert – sie ticken ganz anders – in Allepo Krankenhäuser bombadiert – 50 Kinder ersticken unter der Erde und von den Medien blockiert – ausradiert.

Die müssen kämpfen um ihr Leben –
Doch das Wichtigste ist: man darf niemals aufgeben.
Ich danke Deutschland, der Bevölkerung für alles – ihr habt deren Traum verwirklicht – ja das Leben hier ist alles – was sie gewünscht haben.

In jedem Land gibt es Gute und Böse – davon kann man nie genug haben …
USA, Jerusalem, Gefangene und Talibane, Attentate, Anschläge – normal, dass Menschen Panik haben, Bombenleger, Kriegsmarine, Infanterie mit Handgranaten.

Doch es gibt Spitzel und Informanten die ihr Land verraten, Terroristen töten und kommen sich wie ein paar Helden vor.
Das Leben ist so kurz – am Ende sehen wir uns am selben Ort.
Und wer von uns den Krieg nicht erlebt hat, der kann es nicht wissen.

Moslems, Juden und Christen sollten an einem Tisch sitzen, jeder will sein Segen, keiner hält sich an die 10 Gebote, bei der Politik und der Regierung geht es eh nur um Kohle.

Wer soll diese Schlacht ertragen, Kinder können nachts nicht schlafen, wenn das so weiter geht, ändert sich das nicht mal in 80 Jahren.

von Kassem Solh, 8. Klasse

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